26. Januar 2021: Helgoland ist Deutschlands einzige Hochseeinsel und liegt rund 80 Kilometer vor Bremerhaven. Um der Öffentlichkeit die heimische artenreiche Unterwasserwelt zugänglich zu machen, wurde an der Kurpromenade in den 60er Jahren ein Aquarium gebaut, welches zusammen mit dem Gebäude der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) vom renommierten Architekten Gustav Hassenpflug entworfen wurde. Aufgrund von baulichen Mängeln, die auf die damalige Betonstruktur zurückzuführen sind, musste das Aquarium 2014 geschlossen werden.

Um die Touristenattraktion wiederzubeleben, wurde der Bau eines neuen Aquariums, des „Bluehouse“, beschlossen. Zu den an dem Projekt Beteiligten gehören auch unsere Hamburger Brandschützer, die seit Ende 2018 mit der Brandschutzplanung betraut sind (LPH 1-4, 8 und 9).

Obwohl das Aquarium mit dem benachbarten Alfred-Wegener-Institut ein denkmalgeschütztes Gesamtensemble bildet, wurde eine Sondergenehmigung für den Abriss erteilt – mit der Auflage, dass das Gebäude in optisch identischer Weise wiedererrichtet werden muss. Das neue dreigeschossige Bluehouse wird deshalb an derselben Stelle entstehen und sich in seinem Design (Grundriss, Aufbau und Fassade) stark an die Optik des originalen Aquariums von 1958 anlehnen. Für den Innenraum geplant sind Schülerlabore, Besucherbereiche mit interaktiven Lernzonen, Informationsinseln sowie der Einbau aktueller Seewassertechnik – alles unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Eines der Highlights wird wohl das im Erdgeschoss gelegene Aquarium mit rund 80.000 l Fassungsvermögen werden.

Direkt an den Neubau angrenzend soll zusätzlich ein gläserner, bläulich schimmernder Turm gebaut werden, der die Lücke bis zum AWI-Forschungstrakt füllt. Er wird den Eingang zur etwa 650 m² großen Ausstellung im Bluehouse darstellen. Als letzter Projektbaustein wird die Fassade des AWI-Forschungstraktes unter energetischen Gesichtspunkten saniert.

Das Projekt wird bis zur Fertigstellung im Frühjahr 2023 14 Millionen Euro kosten.

Logo der Bundesdruckerei22. Januar 2021: Nachdem wir Mitte 2019 bei der Bundesdruckerei Gmbh (bdr) in Berlin-Kreuzberg die Neugestaltung der Freiflächen und Höfe im nördlichen Campus übernommen, geht es jetzt auch für mehrere Aachener Teams auf dem Campus Süd weiter.

Die Bundesdruckerei plant, die denkmalgeschützten Gebäude 4 (zu Teilen), 6, 10, 21 und 22 (zusammengefasst unter dem Projektnamen BRICK) zu sanieren bzw. zu erweitern und anschließend zu Büro- und Gewerbeflächen weiterzuentwickeln. Zwar gehören die denkmalgeschützten Gebäude derzeit noch zum Sicherheitsbereich der Bundesdruckerei, befinden sich aber nicht mehr in Nutzung: Aus diesem Bereich sollen sie nun herausgelöst und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Ziel ist es, die Gebäude als Büro- und Gewerbeflächen zu vermieten.

2018 kamen hier unsere Aachener Tragwerksplaner das erste Mal ins Spiel, denn sie haben als Projektbeteiligte in den vergangenen zwei Jahren bereits die Leistungsphasen 1 bis 4 absolviert. Ein besonderer Wert lag hierbei auf der Bearbeitungsmethode BIM. Da die Beauftragung stufenweise erfolgte, konnte sich unser Team erst jetzt auch die Abwicklung der Leistungsphasen 5 und 6 sichern.

Neben unseren Tragwerksplanern sind auch unsere Betoninstandsetzer seit einigen Monaten an diesem Projekt beteiligt: Sie übernehmen die Planung der Abdichtung und Gussasphaltarbeiten im Bereich der Innenhöfe und Anlieferungsrampen.

20. Januar 2021: Heute Abend dreht sich alles um das Barrierefrei-Konzept – zumindest im Online-Seminar der AKNW, welches unsere Fachbereichsleiterin der Barrierefreiheit ab dem späten Nachmittag halten wird.

„Das Barrierefrei-Konzept — Ein Mehrwert für den Planungsprozess“ lautet der Titel des ausgebuchten Kolloquiums, in welchem unsere Kollegin Dipl.-Ing. Stephanie Dietel heute Abend zwischen 17:30 und 21:00 über das Barrierefrei-Konzept als Bauvorlage referieren wird.

Das Barrierefrei-Konzept ist eine ganzheitliche Gesamtbetrachtung des Barrierefreien Bauens mit objektkonkretem Bezug und besteht aus einem schriftlichen Erläuterungsbericht sowie zeichnerischen Darstellungen (Konzept-Plänen). Es stellt ein hilfreiches Instrument zur Einbindung der Barrierefreiheit in den Planungsprozess dar. Vor allem für komplexe und anspruchsvolle Bauvorhaben hat es sich in den letzten Jahren zunehmend etabliert.

Unter Nutzung der Videotelefonie-Software „Zoom“ wird im Seminar eine mögliche Form der Konzepterstellung vermittelt, die sich bisher in der Praxis bewährt hat. Hierbei wird Frau Dietel aufzeigen, welchen Mehrwert das Barrierefrei-Konzept bietet und welche Funktionen es als Bauvorlage und darüber hinaus erfüllen kann. Zudem wird das mit der Konzepterstellung verbundene Leistungsbild erläutert; einzelne Teilleistungen werden dazu anhand von Fallbeispielen veranschaulicht.

Logo des Dam Preis 202118. Januar 2021: Mit dem DAM Preis für Architektur werden dieses Jahr bereits zum 5. Mal herausragende Bauten in Deutschland ausgezeichnet. Für den Preis nominiert das Deutsche Architekturmuseum 100 bemerkenswerte Gebäude oder Ensembles.Eine Expertenjury trifft unter den Nominierungen dann die Auswahl zu den rund 20 Bauten der Shortlist, bevor bei einem zweiten Jurytreffen die Finalisten bereist und das Preisträgerprojekt gekürt werden. Die Bekanntgabe des Preisträgers sowie – in pandemiefreien Jahren – die Preisverleihung und Eröffnung einer Ausstellung zu den Bauten finden immer Ende Januar im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main statt.

Auch für den DAM Preis 2021 wurde eine Longlist mit über 100 Beiträgen erstellt, aus der die Jury Ende letzten Jahres die 22 Projekte der Shortlist sowie die vier Favoriten auswählte, wobei aus letzteren Ende Januar der Sieger hervorgehen wird. Unter den Nominierten befinden sich auch zwei KKI-Projekte: Die adidas World of Sports ARENA hat es unter die Top 20 geschafft, der Neubau der WISO-Fakultät der Universität in Köln wurde nominiert.

Leider hat es keines dieser Projekte unter die vier Finalisten geschafft, aber auch die Nominierung bzw. das Erreichen der Shortlist gilt bereits als Anerkennung.


13. Januar 2021: Vergangenen Oktober haben wir darüber berichtet, dass sich unsere Kölner Tragwerksplaner und Brandschützer von KKBI eine Projektbeteiligung an einem von Kölns größten Neubauprojekten gesichert haben: Dem letzten Bauabschnitt des Clouth-Quartiers in Nippes.

Aufmerksame Leser des Kölner Stadtanzeigers konnten das Projekt in der Ausgabe von gestern finden.
Das Thema des Artikels: Der Entwurf des Büros Nieto Sobejano Arquitectos wurde als Gewinner des Architekturwettbewerbs gekürt. Eine 13-köpfige Jury aus Vertretern des Projektentwicklers Sieberspartner, der Stadt Köln und der Stadtentwicklungsgesellschaft moderne Stadt kürte das Konzept zum Gewinner, da es "auf architektonisch einzigartige Weise den historischen Bestand, ein Industriedenkmal, mit neuen Bauten" verbinde und das Areal "ideal in die Stadtumgebung" integriere. Ursprünglich umfasste der im Mai 2020 gestartete Wettbewerb sechs Architekturbüros. Die Einreichung des Bauantrags ist nun für Herbst 2021 vorgesehen, so dass die Baugenehmigung im Frühjahr 2022 erfolgen soll. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2024 geplant.

Auf dem Clouth-Areal mit dem Baudenkmal, der ehemaligen Unternehmenshauptverwaltung aus den 1920er und 1950er Jahren, sollen Flächen für verschiedene Wohnungstypen, Büros, Start-Ups, Konferenzen, Gastronomie, Dienstleistungen sowie für Kunst und Kultur entstehen – unter anderem mit einem Theatersaal sowie einer Tanz- und Gesangsakademie.

Wir sind gespannt, wie sich das Projekt entwickelt und wünschen unseren Kölnern Kollegen viel Erfolg bei der Bearbeitung.

11. Januar 2021: Die Kempen Krause Ingenieure unterstützen seit Jahren den RWTH Bildungsfonds im Rahmen des Deutschland-Stipendien-Programms. Gefördert werden Studierende, die sich durch vorbildliche akademische oder schulische Leistungen auszeichnen und ein besonderes Potenzial erkennen lassen.

2020 konnte die RWTH trotz Pandemie 425 Stipendien bei Privatleuten, Stiftungen, Vereinen und Unternehmen einwerben – fast so viele wie im letzten Jahr.  Auch KKI unterstützt wieder zwei Studierende des Bauingenieurwesens in der aktuellen Förderperiode.

Eigentlich wollten alle Fördernden und Geförderten traditionell zusammen im Aachener Krönungssaal im Rahmen der Stipendienvergabefeier miteinander anstoßen – pandemiebedingt kann dieses Event jedoch leider nicht stattfinden.

Wir wünschen unseren beiden Stipendiatinnen weiterhin viel Erfolg bei ihrem Studium und hoffen, dass das Stipendium einen kleinen Beitrag dazu leisten kann.

Portrait Dr.-Ing. Tobias Dreßen01. Januar 2021: Zu Beginn des neuen Jahres gibt es Veränderungen in der Geschäftsführung der KEMPEN KRAUSE INGENIEURE in Aachen. Unser bisheriger Prokurist im Fachbereich Tragwerksplanung, Herr Dr.-Ing. Tobias Dreßen, ist ab dem 01.01.2021 zum neuen Geschäftsführer bestellt.

Damit tragen wir den zunehmenden Aufgaben und Prozessen bei den organisatorischen und fachlichen Veränderungen (BIM, Scrum, Holzbau etc.) Rechnung und versprechen uns davon die konsequente Weiterentwicklung des Fachbereichs Tragwerksplanung und seine zukunftsfähige Ausrichtung.

Herzlich willkommen in dieser neuen Aufgabe!